Grundsätze für den CSD Oberberg
Mit dem CSD Oberberg in unserer Kreisstadt möchten wir einen Beitrag zu mehr Sichtbarkeit und das Feiern von queerem Leben in aller Vielfalt leisten: Willkommen sind alle, die sich dieser Feier von Leben und Liebe anschließen möchten – ungeachtet ihrer sexuellen und romantischen Orientierung sowie ihrer geschlechtlichen Identität. Menschen kann beides nicht von außen angesehen werden. Wir möchten bei unserem CSD keine Fremdzuschreibungen!
Personen, die Ausschlüsse insbesondere gegen trans*Personen befürworten, sind bei uns nicht willkommen! Wir sind eine explizit trans* inkludierende Bewegung!
Unser CSD ist all gender und wir freuen uns über den Support von Verbündeten und Freund*innen. Vereine, Parteien, Initiativen, Unternehmen und andere Organisationen, die sichtbar einstehen wollen für Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte sind ausdrücklich eingeladen sich dem CSD anzuschließend und sichtbar zu machen, dass auch der ländliche oberbergische Raum einer ist, in dem Homofeindlichkeit, Hass und Queerfeindlichkeit Einhalt geboten wird.
Zusammen feiern wir: Queer. Proud. Bergisch. Laut.
Redebeiträge und reine Infostände von politischen Parteien oder religiösen Einrichtungen für einen reinen Selbstzweck sollen an diesem Tag jedoch keine Plattform erhalten. Wir möchten stattdessen queere Menschen zu Wort kommen lassen und ihnen Sichtbarkeit geben. Gerade mehrfach diskriminierte Menschen wie z.B. queere People of Color (PoC) oder Lesben mit Behinderungen bekommen schon zu wenig Sichtbarkeit in der Gesellschaft und im öffentlichen Diskurs.
Wir wünschen uns einen friedlichen und empowernden CSD ohne Gewalt jeglicher Art.
Aus diesem Grund benennen wir hier einige Faktoren, die zum Ausschluss der Teilnahme am CSD führen:
Wir tolerieren keinen Hass und keine Hetze. Ausgrenzendes und diskriminierendes Verhalten wird nicht geduldet.
Es gibt auf unserem CSD keinen Platz für Rassismus, Antisemitismus, rechtes Denken und andere Menschenfeindlichkeiten.
Wir bitten um den Verzicht der Darstellung von Sex oder sexuellen Handlungen, die ein Teilbereich von Fetischhandlungen und deren Darstellungen sein können, die bei der Vertretung unserer Forderungen gegenüber Dritten nicht hilfreich sind. Zusätzlich besteht hierbei das Problem, dass das Publikum nicht einwilligen kann (fehlender Konsens).
Der CSD ist ein Ort queerer Solidarität. Deshalb bitten wir darum, auf nationalstaatliche Fahnen und Symbole jeglicher Art zu verzichten. Willkommen sind hingegen Pridefahnen sowie Symbole queer-solidarischer Bewegungen (siehe z.B. hier: https://csd-deutschland.de/flaggenlexikon/). Parteifahnen sind ausschließlich im Parteienblock vorgesehen.

